Das Amerikanische Vierländereck Utah, Colorado, Arizona und Neu-Mexiko übertrifft in Punkto Landschaft wirklich alles, da kann auch das Schweizerische Pendant Uri, Schwyz, Unterwalden und Luzern mit dem malerischen Vierwaldstättersee im Zentrum, in keiner Weise mithalten. Im Amerikanischen sind unübertreffbare Meisterwerke der Natur versammelt, die einzigartig und von atemberaubender Schönheit sind. Vielfarbige, bizarre Felsformationen, arschglatte Hochebenen, tiefe Canyons, rostrote Felsnadeln und hitzeflimmernde Wüsten sind Zeugen von unvorstellbaren Naturkräften. Wind, Wasser, Eis und Hitze haben diese Gegend über Jahrmillionen unaufhörlich gemartert und das geschaffen, was wir heute sehen. Einst war hier ein Meer, dann hob sich über Jahrtausende der Boden und die Riesenmengen von Wasser suchte sich den Weg in die Tiefe und schnitt tiefe Schluchten in den ehemaligen Meeresgrund, der heute zwischen 1500 und 2000 Meter über Meer liegt. Rote, weisse, violette, grüne und blaue Felsschichten, harte und weiche, sind alte Sedimente des Meeres, die hier zum Vorschein kommen. Hauptdarsteller sind das Colorado Plateau, der Colorado River und der Rio Grande, die nicht nur die Landschaft, sondern auch viele Indigene Kulturen massgeblich beeinflussten. Hauptszenarios sind die Nationalparks Arches, Zion, Bryce Canyon, Capitol Reef, Canyonland, Great Basin und Mesa Verde.

Wer mit etwas mehr Zeit nicht nur der Hauptstrasse zu den fünf grössten Nationalparks dieser Region folgt, sondern den auf der Karte gestrichelten Nebenstrassen, wird zwar tüchtig durchgerüttelt und staubig, jedoch auch belohnt. Diese Strassen winden sich meist durch eine grandiose Leere im zerfurchten Hinterland, wo hinter jeder Ecke das markante Gesicht John Waynes aus dem roten Staub auftauchen könnte. Wir sind überwältigt von diesen Naturräumen die unsere Seele abheben lässt und schalten noch ein paar Gänge runter, um an einsamen Plätzen länger zu bleiben. Das Wetter Ende April ist phantastisches Reiseklima mit Tagestemperaturen von über 25 Grad und dank der Höhenlage mit noch kühlen bis kalten Nächten, die uns immer noch unter der Winterdecke schlafen lassen.