Die Strasse zieht sich von den Höhen der grossen Salzebene rüber zum Colorado Plateau und langsam runter zum Colorado River in eine Landschaft, die geprägt ist von rotem Sandsteinfels und versteinerten Dünen. Der Zahn der Zeit erzeugte hier durch Wind- und Wassererosion besonders bizarre Formen: Spitze, grazile Felsnadeln, die unförmige Felsbrocken in Balance halten (zum Glück mit Erfolg und dies seit tausenden von Jahren), Felsbrücken und -bögen mit duzenden Metern Spannweiten und senkrechte Sandsteinwände welche geologische Verwerfungen offenlegen, an denen man auch Zeichnungen einer Urbevölkerung finden kann. Dazwischen Felsbrocken, so schön assortiert wie im Schaufenster von Sprüngli, mit Formen welche an Luxemburgerli oder Macarons erinnern und an denen sich wohl Moni die Zähne ausbiss. (Doch davon eventuell später in einem Bericht, den ich den Zahnarztbesuchen widmen werde).

Mittendrin in diesem Landschaft-Spektakel liegt die Stadt Moab, Ausgangspunkt zum Arches Nationalpark, Zentrum eines Outdoor Spektakels, das nichts zu wünschen übriglässt. River Rafting auf dem Colorado, Klettern in den roten Sandsteinwänden, die Erde erzittern lassen mit einem 4×4 Offroad-Boliden, Biken, Campen…… Wir geniessen das Mekka der Mountainbiker in vollen Zügen.

Nichts erinnert mehr an den spartanischen Missionsort, der in der Mitte des 19. JH von Mormonen gegründete wurde. Bars, Restaurant und Vergnügungslokale stehen der Hauptstrasse Spalier. Eingangs Stadt erinnert eine grosse Baustelle an den Uranium Boom in den 50-ziger Jahren, wo grossräumig Pechblende abgebaut und Uranium angereichert wurde. Heute werden oberflächliche Erdschichten sorgfältig abrasiert und mit Eisenbahnzügen zur Sondermüllverarbeitung abgeführt, die in einer etwas weniger touristischen Gegend versteckt ist. Sauber sei es nun hier, und bezüglich radioaktiver Belastung müsse man sich keine Sorgen machen- na ja, hoffentlich!

Sorgen machte mir allerdings das Atmen anderntags auf dem berühmt berüchtigten Slickrock Trail. Nicht die Luftverschmutzung, sondern das stete auf und ab dieser Mountainbike-Piste liess meinen Lungen schnell die Luft ausgehen. In einer grandiosen Landschaft führt sie über nackten, griffigen Fels, der den Biker leicht in einen Geschwindigkeitsrausch zu versetzten mag, dem auch wir uns leidenschaftlich hingaben. Warum hier dicke Pneus von Vorteil sind, fand ich spätestens bei der Mulde mit der der scharfen Kante heraus. Die Kompression meiner 70 kg (bring ich noch so viel auf die Waage?) durchschlugen den hinteren Pneu bis auf die Felge und als Resultat erlitt der Schlauch dasselbe Problem wie meine Lunge – AusMaus, LuftRaus.

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